PATIENTENVERFÜGUNG
VORSORGEVOLLMACHT

Warum benötige ich eine Patientenverfügung:

Mit einer schriftlichen Patientenverfügung können Patienten vorsorglich medizinische Maßnahmen festlegen oder ausschließen, für den Fall, dass sie sich nicht mehr selbst dazu äußern können.

Eine Patientenverfügung ist für die Ärzte genauso verbindlich, als hätten Sie Ihren Willen mündlich geäußert. Deshalb gibt sie nicht nur Ihnen und Ihren Angehörigen die Gewissheit, dass Ihr Wille respektiert werden kann, sondern schafft auch Klarheit für Ihre behandelnden Ärzte.

Wichtig hierfür ist die Auseinandersetzung mit Ihren Wertevorstellungen und Ihrer gewünschten Lebensqualität, als auch die Kommunikation mit Ihren Angehörigen.

Dies sollte schriftlich dokumentiert werden.

Eine Weiterentwicklung der herkömmlichen Anordnung ist die Patientenverfügung nach dem Modell „BVP“.

In einem Dialog mit einem geschulten Gesprächsbegleiter werden dabei ihre klaren Behandlungswünschebesprochen. Beinhaltet ist auch eine gemeinsam ausgearbeitete „ÄNo“, eine ärztliche Anordnung für den Notfall, nach der sich Rettungs-Teams richten sollen.

Die Möglichkeit einer solchen vorausschauenden Vorsorgeplanung ist für Bewohner in stationären Alten.-und Pflegeheimensowie in der stationären Eingliederungshilfeim Hospiz-und Palliativgesetzverankert, die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen.

Wer sich abseits dieser Bedingungen für eine Verfügung nach dem Modell „BVP“ interessiert, erhält entsprechende Informationen beim Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.

Wer entscheidet, wenn ich keine Patientenverfügung habe ?

Falls Sie keine Patientenverfügung haben und ein medizinischer Notfall tritt ein,  werden andere dazu beauftragt, stellvertretend für Sie in Behandlungen einzuwilligen oder sie abzulehnen. Dies ist entweder der Vorsorgebevollmächtigte, den Sie zuvor bestimmt haben oder der gesetzliche Betreuer, es kann jedoch auch sein, dass ein Berufsbetreuer eingesetzt wird.

Was ist eine Vorsorgevollmacht ?

Eine Vorsorgevollmacht gibt einer Vertrauensperson die Möglichkeit, stellvertretend für den Vollmachtgeber (also für Sie) in einer Notfallsituation zu entscheiden und zu handeln.

Diese Vertrauensperson wird, wenn Sie nicht mehr einwilligungsfähig sind, ihre gewünschten Entscheidungen umsetzen.

Viele Menschen glauben, dass die nahen Angehörigen bzw. Eheleute automatisch handeln und entscheiden dürfen, wenn aus Altersgründen, in medizinischen Notfällen oder nach einem schweren Unfall Entscheidungen getroffen werden müssen. Das ist nicht so.

Im Falle, dass es keine Vorsorgevollmacht gibt, wird in Notfallsituationen ein Betreuer bestellt. Dies kann ein Angehöriger oder ein Berufsbetreuer sein.

Daher ist es ist es dringend anzuraten, schon zu Lebzeiten, bei guter Gesundheit, sich darüber Gedanken zu machen, wer diese Aufgabe übernehmen könnte / möchte.

Die Vorsorgevollmacht beinhaltet unter anderem die Frage zur Gesundheitssorge, Pflegebedürftigkeit, Aufenthaltsbestimmung, Vermögenssorge und viele weitere wichtige Punkte, die auch alle einzeln vergeben werden können.

Entsprechende Formulare gibt es unter anderem auf der Internetseite des Bundesministerium der Justiz und Verbraucherschutz : https://www.bmjv.de/DE/Themen/VorsorgeUndPatientenrechte/VorsorgeUndPatientenrechte_node.html

Weitere Information zur DIV BVP erhalten Sie unter www.div-bvp.de