Kursübersicht

 Sorgekultur stärken

Palliative Care 160 Unterrichtseinheiten (UE)

Fortbildung zur Erlangung der Zusatzbezeichnung „Palliative Care“

Palliative Care ist ein ganzheitliches Betreuungskonzept für Menschen, die sich im fortgeschrittenen Stadium einer unheilbaren Erkrankung befinden. Es berücksichtigt die körperliche, seelische, soziale und spirituelle Situation der betroffenen Menschen sowie die sich hieraus ergebenden Bedürfnisse.

In diesem Kurs werden Sie als Pflegende in das Konzept der palliativen Versorgung eingeführt. Es wird vermittelt, wie in der Pflegepraxis den vielschichtigen Problemen schwerstkranker und sterbender Menschen begegnet werden kann.

Die Zusatzqualifikation richtet sich an Gesundheits-, Kranken- sowie Altenpflegende mit abgeschlossener  3-jähriger Berufsausbildung

Die Weiterbildung mit 160 Unterrichtseinheiten wird im Zeitraum eines Jahres in 4 Wochenblocks durchgeführt.

Palliative Care von Kindern und Jugendlichen 200 UE

Palliative Care von Kindern und Jugendlichen berücksichtigt als ganzheitliches umfassendes Konzept die körperliche, seelische, soziale und spirituelle Situation der Betroffenen sowie die sich hieraus ergebenden Bedürfnisse. Diese Weiterbildung erfolgt in Anlehnung an das Dattelner Curriculum und berücksichtigt die Vorgaben des Bundesrahmenvertrages für Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) und entspricht den Anforderungen für verantwortliche Fachkräfte in Hospizen (§ 39 a SGB V).

Bestmögliche Lebensqualität steht für die Mitarbeitenden eines multiprofessionellen Palliative Care Teams im Fokus der Versorgung und Begleitung schwerstkranker und sterbender Kinder, Jugendlicher sowie ihrer Familien.

Teilnehmen können MitarbeiterInnen aller Berufsgruppen, die in der Pflege und Begleitung von schwerstkranken und sterbenden Kindern tätig sind.

Der Kurs umfasst 200 UE (zertifiziert) , davon 160 UE aufgeteilt in 4 Kurswochen + 40 UE für die Anfertigung einer Abschlussarbeit oder eines Praxisprojekts.

Ist das bei 2.A nicht zertifiziert, ist es notwendig, noch etwas zur Zertifizierung allgemein zu sagen?

Palliative Care multiprofessionelles Basismodul 40 UE

Diese Fortbildung greift die zentralen Fragen und Probleme der palliativen Begleitung auf und vermittelt Einsichten und Erkenntnisse sowie die entsprechenden sozialen, fachlichen und methodischen Kompetenzen.

Alle, die Interesse an palliativer Versorgung haben oder sich im beruflichen Kontext um Schwerstkranke, Sterbende und deren Angehörige kümmern, sind zur Teilnahme an diesem Kurs eingeladen.

Das Palliative Care Basismodul umfasst 40 UE. Es folgt dem Basiscurriculum nach L. Federhenn, M. Kern, C. Graf der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin.

Palliative Care Auffrischung

Sie sind MitarbeiterIn mit einem Palliative Care Abschluss, möchten sich regelmäßig auf dem Laufenden zu halten und darüber hinaus die eigene Arbeit reflektieren?Dann ist dieser Auffrischunngskurs genau richtig für Sie.

Wir bringen Sie auf den aktuellen wissenschaftlichen und pflegerischen Stand. Anhand von Fallbeispielen aus Ihrem täglichen Alltag können Sie Ihre Arbeit reflektieren. Darüber hinaus gibt es viel Raum für kollegialen Austausch.

Die Kursdauer beträgt zwei Tage.

Palliative Care Schnuppertag

Es erwartet Sie ein abwechslungsreicher Einführungstag in die Palliative Pflege mit kurzen Impulsvorträgen, Kleingruppenarbeit und Fallbeispielen.Von der Besprechung der Frage „Wann beginnt Palliative Care“ über die Darstellung der SAPV Strukturen in Deutschland bis hin zur Demonstration von Mundpflege ist alles dabei. Fragen der Teilnehmenden werden ebenfalls berücksichtigt. Dieses Angebot bieten wir vor allem als einrichtungsspezifische Schulung vor Ort an, die individuell auf Ihr Team abgestimmt wird.

Der Schnuppertag ist ein Angebot an alle, die sich im beruflichen Kontext um Schwerstkranke, Sterbende und deren Zugehörige kümmern. Weil dieser Kontakt nicht nur auf die stationäre oder ambulante Pflege beschränkt bleibt, gilt dieses Kurs Angebot auch für Medizinische Fachangestellte, Mitarbeitende in der Behindertenhilfe, im Rettungsdienst, Pharmazeutisch-technische Angestellte in Apotheken, Physio- und Ergotherapeuten

Umgang mit Schwerkranken und Sterbenden – ein Einblick in die Palliativmedizin

Dieser Kurs soll Ihnen und Ihren MitarbeiterInnen einen ersten Über- und Einblick in die andere Denkweise der Palliativmedizin ermöglichen.

In dem  eintägigen Kurs werden folgende Inhalte vermittelt:

  • Palliativmedizin – Zahlen, Daten, Fakten
  • Patientenautonomie – Umgang mit Patientenverfügungen
  • Kommunikation – Überbringen schwieriger Nachrichten
  • Therapieziel-Änderung mit Praxis der Symptomkontrolle

Der Kurs richtet sich an Ärzte, examinierte Pflegekräfte, Mitarbeitende psychosozialer und therapeutischer Berufsgruppen in Hospizen sowie Interessierte.

Impulse zum Thema Palliative Care bei Menschen mit Demenz

Die stationäre sowie ambulante Pflege von Menschen mit einer dementiellen Erkrankung bedeuten eine ganzheitliche Versorgung nach hospizlich palliativen Kernaussagen. Was bedeutet das im Einzelnen für  Pflegende sowie für die pflegebedürftige Person?

In diesem eintägigen Workshop werden Impulse zum Thema Demenz und hospizlich palliative Versorgung/Palliative Care vermittelt. Besondere Schwerpunkte  sind dabei Schmerz in allen Dimensionen (Total Pain, Schmerz-Bewertungs-Instrumente für Menschen mit Demenz), Netzwerkbildung, komplementäre Maßnahmen, das Lebensende und Ernährung am Lebensende.

Die Weiterbildung richtet sich an Pflegefachkräfte und alle an der Versorgung beteiligte Professionen und Interessierte.

Kardio/Nephro Palliative Care

Dieser zweitägige Kurs stellt die Besonderheiten der palliativen Versorgung von Menschen mit Herz- und Niereninsuffizienz dar.

Internistische Erkrankungen haben einen anderen Krankheitsverlauf, als wir ihn von Krebspatienten kennen. So sterben manche Patienten plötzlich und unerwartet und können sich ebenso wie ihre Angehörigen schwerer auf den Tod vorbereiten. Aber auch das Krankheitserleben und die auftretenden Symptomlagen unterscheiden sich von Krebspatienten. Es stehen viele Entscheidungen, zum Beispiel zum Verzicht auf Reanimation oder zum Abbruch der Dialyse an, die einfühlsam palliativ begleitet werden müssen. Aufgrund von krankheitsspezifischen Kontraindikationen stellt sich auch die Symptombehandlung anders dar. Diesen Besonderheiten widmet sich der Kurs intensiv und erläutert Konzepte, wie auch diese Patientengruppe mit dem Ziel einer hohen Lebensqualität palliativ begleitet werden kann.

Der Kurs richtet sich an ÄrztInnen, examinierte Pflegekräfte, psychosoziale und therapeutische MitarbeiterInnen und Interessierte.

Neuro Palliative Care bei Demenz und Parkinson

In diesem zweitägigen Seminar wird Ihnen ud Ihren MitarbeiterInnen das Grundverständnis der Palliative Care im Kontext neurologischer Versorgung vermittelt. Sie lernen, wie Symptome neurologisch beeinträchtigter Menschen systematisch erfasst und lebensqualitätsfördernd behandelt werden können.

Menschen mit fortgeschrittenen neurologischen Erkrankungen stellen aufgrund individueller, verschiedenartiger Beeinträchtigungen besondere Anforderungen an ein Palliative Care Team. . Mit diesen Menschen zu kommunizieren, ihre Bedürfnisse, Ihr Leiden zu erkennen und zu lindern, ihre Autonomie zu erhalten, Sie wertzuschätzen ist herausfordernd.

Der Kurs richtet sich an ÄrztInnen, examinierte Pflegekräfte, psychosozialer und therapeutischer MitarbeiterInnen und Interessierte.

Neurologische Erkrankungen im Kontext der hospizlichen und palliativen Versorgung

Der Kurs richtet wird zu unterschiedlichen Schwerpunkten angeboten:

  • Schwerpunkt ALS und Epilepsie
  • Schwerpunkt Parkinson, Delir, Depression
  • Multiple Sklerose/Hirntumor

Zum jeweiligen Schwerpunktthema wird am Schulungstag durch einen Impulsvortrag mit anschließendem Fachaustausch die spezielle pflegerische Herausforderung dieser Patienten beleuchtet. Im Mittelpunkt stehen die sichere Erkennung und Differenzierung der Diagnosen, um die Sicherheit in der Auswahl therapeutischer Optionen zu erhöhen. Teamspezifische Fragestellungen finden Raum und konkrete Lösungsansätze werden erarbeitet.

Eintägiger Kurs.

Zielgruppe: Hauptamtliche MitarbeiterInnen in der ambulanten und stationären Palliativ- & Hospizversorgung und Interessierte.

Basale Stimulation in der Pflege alter Menschen

Durch Krankheit oder den natürlichen Alterungsprozess kann die individuelle Wahrnehmung verändert oder beeinträchtigt sein, beispiels        weise Körpergrenzen, das Körperbild, visuelle oder olfaktorische Empfindungen. Insbesondere betagte und hochbetagte Menschen und gleichzeitiger Multimorbidität sind betroffen. Um Sinne anzuregen können unterschiedliche Stimuli genutzt werden.

Nach einer theoretischen Einleitung des Konzepts liegt der Fokus des Workshops auf der Aromapflege, Massagen und rhythmische Einreibungen. In dem Workshop stellen wir  Möglichkeiten vor, um Anreize für das Hören, Sehen oder Schmecken zu geben.

Zielgruppe: Pflegende, Betreuungskräfte in Hospizen und Interessierte

1-Tageskurs

Bitte lächeln!“ „Aromapflege“ und „Mundpflege“ bei betagten und hochbetagten Menschen

Aromen können deshalb in der Pflege ergänzend therapeutisch eingesetzt werden.         Wir stellen den Einfluss, den ätherische Öle auf Personen im pflegerischen Umfeld, Pflegeende und Gepflegte, haben, vor. Spezielle Aromen zur komplementären Schmerztherapie finden besondere Beachtung.

Daneben werden die Möglichkeiten der Mund- sowie Prothesenpflege vorgestellt sowie der entsprechende Expertenstandard „Erhaltung und Förderung der Mundgesundheit in der Pflege“.  Spezielle Mundpflege bei sterbenden Menschen ist ebenfalls ein wichtiger Inhalt der Fortbildung.

Zielgruppe: Pflegende, Betreuungskräfte in Hospizen und Interessierte

1-Tageskurs

Spiritual care

Der Kurs beleuchtet unterschiedliche Aspekte von Spiritual Care:

  • Rituale und Trauer
  • Spirituelle Anamnese

sowie die spirituelle Dimension der Gesundheitsversorgung, die eine wichtige Rolle im Umgang mit Sinnfragen und bei der Bewältigung existentieller Krisen und kritischer Le­bensereignisse spielt. Wir vermitteln was zu der spezifischen Unterstützung von Patient:innen mit komplexen religiös-spirituellen Nöten und Bedürfnissen gehört und wie die Begleitung durch unterschiedliche Berufsgruppen in akuten Krisen aussehen kann.

Jede beteiligte Berufsgruppe hat dabei eine besondere Aufgabe. Gemeinsam sind allen Berufsgruppen die Herausforde­rungen der interprofessionellen Kommunikation und Zusammenarbeit.

Zielgruppe: Fachpersonen, die in den Bereichen Krankenhausseelsorge, Medizin, Pflege, klinische Psychologie und klinische Sozialarbeit tätig sind und bereits eine mehrjährige Praxis mitbringen

Mit-Menschlichkeit

Multiprofessionelle Teamarbeit

Im Rahmen des Kurstages erhalten Sie ud Ihre MitarbeiterInnen Anregungen, wie Sie mit undin Ihrem Team effektiv und entspannt zusammenarbeiten können.

Viele Professionen gewährleisten umfassende und hochkompetente Unterstützung von PatientInnen und ihren Angehörigen: ÄrztInnen, Pflegende, SozialarbeiterInnen, AlltagsbetreuerInnen, TheologInnen, HauswirtschafterInnen, PsychologInnen und VerwaltungsmitarbeiterInnen.

Ihre Zusammenarbeit kann noch effektiver, verständnisvoller und gleichzeitig entspannter ablaufen, wenn Sie sich  Ihrer eigenen Stärken und der Ihrer KollegInnen bewusst werden.

Zielgruppe: Interessierte, haupt- und ehrenamtlichen Fachkräfte in der Palliativ Hospizversorgung, Pflegekräfte, SozialarbeiterIinnen, ÄrztInnen, AlltagsbetreuerInnen, Hauswirtschafts- und VerwaltungsmitarbeiterInnen etc.

1-Tageskurs

Selbstfürsorge

Druck und hohes Verantwortungsgefühl gegenüber KollegInnen und PatientInnen verleiten dazu, über die eigenen Grenzen zu gehen. Schnell bleiben in der Folge Kontakt und Versorgung der eigenen Bedürfnisse auf der Strecke. Erschöpfung und Burn-Out können die Folge sein. Dieser Kurs zeigt auf, warum Selbstfürsorge Grundvoraussetzung für Fürsorge und professionelle, gute Arbeit ist. Verschiedene Strategien zur Selbstfürsorge werden vermittelt und konkrete eigene Schritte erarbeitet wodurch ein achtsamer und fürsorglicher Umgang mit sich selbst ermöglicht wird.

In ddem Workshop gehen wir wichtigen Fragen nach, etwa:

  • Wie entwickle ich ein „Frühwarnsystem“ – wann wird esmir zu viel und was kann ich tun?
  • Wie kann ich mich besser abgrenzen und auch mal „Nein!“ sagen?
  • Wie kann ich mich vom Perfektionismus verabschieden und auch andere Mal um Hilfe bitten?
  • Wie kann meine gelungene Selbstfürsorge aussehen, was kann ich ganz konkret im Alltag tun dafür?
  • Wie machen es die anderen?

Zielgruppe: alle haupt- und ehrenamtlichen Fachkräfte in der Palliativ- & Hospizversorgung, Pflegekräfte, ÄrztInnen und Interessierte.

1-Tageskurs

Selbstbewusstsein, Selbstverständnis und Rollenbilder in der Palliative Care

Dieser Kurs möchte Sie und Ihre MitarbeiterInndn persönlich stärken und Ihnen auch die Klärung Ihrer eigenen Position in Ihrem Pflegealltag ermöglichen. Auf dieser Grundlage  können Sie für sich Handlungswege entdecken und Ihre Sprachfähigkeit in der Begegnung mit beruflichen Partnern, der Öffentlichkeit und in der Politik stärken.

Viele Pflegende sehen sich und ihre Arbeit nicht angemessen gewürdigt. DMit der Zeit übernehmen Pflegende Teile dieser Geringschätzung unbewusst und stellen ihr Licht unter den Scheffel.

Zielgruppe:  Pflegefachpersonen in der ambulanten und stationären Palliativ- & Hospizversorgung und  Interessierte

Humor in der Palliative Care

Die hospizliche- und palliative Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Patienten im ambulanten und stationären Setting kann sehr herausfordernd und anstrengend sein. Kann und darf dabei Humor helfen? Richtig eingesetzt auf jeden Fall! Denn, Humor wird immer mehr als eine der wichtigsten Kompetenzen von Pflegenden erkannt. Eine heitere Gelassenheit fördert nicht nur die eigene Resilienz, sondern hilft auch schwierige Situationen erträglicher zu machen. Sie wirkt sowohl bei PatientInnen als auch deren Angehörigen und dem gesamte Team. Sie schließt die physische, psychische aber auch spirituelle Ebene ein.

In diesem Training soll die innere Flexibilität und Offenheit gestärkt werden, Humor zuzulassen, um damit festgefahrene Konzepte loszulassen und das eigene kreative Potential zu befreien. Durch clowneske Strategien werden Perspektivwechsel gefördert, die in der Folge neue Räume auf der Beziehungsebene eröffnen können. Ziel ist es, die eigenen Humorressourcen zu entdecken, Humormethoden kennenzulernen, und Humor als Methode zu erfahren, um damit die eigene Humorkompetenz im Alltag zu schulen.In diesem Workshop sollen Sie und Ihre MitarbeiterInnen nicht nur Spaß haben und lachen.Sie sollen danach auch einen humorvollen Werkzeugkasten mit nach Hause und in die Arbeitssituation nehmen können.

Zielgruppe: Interessierte und hauptamtlichen Mitarbeitende in der ambulanten und stationären Palliativ- & Hospizversorgung

Ethische Fragestellungen

Palliative Sedierung

In diesem Workshop vermitteln wir Ihnen und Ihren MitarbeiterInnen grundlegende medizinische, pflegerische, ethische, rechtliche und psychosoziale Aspekte der palliativen Sedierung unter Einbeziehung aktueller Empfehlungen. Zudem lernen die Teilnehmenden praxisrelevante Handlungsoptionen  kennen.

Die Medizin bietet viele Möglichkeiten der Symptomkontrolle. Wenn Methoden der ganzheitlich orientierten palliativen Begleitung innerhalb eines akzeptablen Zeitraumes keine Linderung zeigen, kann eine palliative Sedierung angezeigt sein und helfen.

Zielgruppe: Pflegefachkräfte, psychosoziale MitarbeiterInnen, ÄrztIinnen auf Palliativstationen, aus der SAPV und  Hospizen, interessierte Haus- und FachärztInnen, Palliative Care Fachkräfte aus der stationären Altenhilfe

1 Tageskurs

Freiwilliger Verzicht auf Essen und Trinken (FVET )

Wir möchten Sie im Rahmen dieses  Workshops für die Herausforderungen in der Versorgung von Patienten mit dem Wunsch auf freiwilligen Verzicht von Essen und Trinken sensibilisieren, teamspezifische Fragestellungen und Lösungsansätze diskutieren, z.B. Konsequenzen des Verzichts, resultierende Konflikte mit und unter Angehörigen und dem medizinischen Personal und spirituelle Herausforderungen.

Die emotionale, seelische und körperliche Belastung aller Beteiligten wird ebenso aufgezeigt wie die Auseinandersetzung mit der Frage inwieweit der Menschen in seinem Wunsch begleitet werden darf. :Zielgruppe: SAPV Teams (ÄrztIinnen, Pflegekräfte), Hospizpflegefachkräfte , Haus- und Einrichtungsleitungen aus der stationären Altenhilfe, Mitarbeitende der psychosozialen Dienste, PsychologInnen, PädagogInnen, SeelsorgerInnen.

Handhabung von Betäubungsmitteln in der Palliativversorgung

Der Kurs informiert über rechtliche Grundlagen und ermöglichtvor dem Hintergrund der jeweils eigenen Umgebungsbedingungen, spezifische Handhabungskonzepte sowohl ambulant als auch stationär zu entwickeln. Durch die Anwendung von Betäubungsmitteln in der Palliativversorgung können Schmerzen gelinndert, Luftnot reduziert und die Lebensqualität in der Endphase des Lebens verbessert werden. Die eingesetzten Medikamente sind aber nicht nur hochwirksam, sondern auch gefährlich und stehen zum Schutz der Bevölkerung unter Handhabungsbeschränkungen. Der Gesetzgeber hat für die Anwendung von Betäubungsmitteln spezifische Regeln geschaffen. Sie lernen, diese Regeln in alltagswirksame Prozesse umzusetzen. Durch einführende Referate erfahrener JuristInnen, ÄrztInnen, Pflegekräfte und ApothekerInnen erhalten die Teilnehmenden Informationen darüber, auf welcher Rechtsgrundlage der Einsatz von Betäubungsmitteln in ihrem Arbeitsbereich geregelt ist.

Zielgruppe: SAPV Teams (ÄrztInnen, Pflegekräfte), Pflegefachkräfte aus  Hospizen, Haus- und Einrichtungsleitungen aus der stationären Altenhilfe, ApothekerIinnen.

Dauer: 2 Tage

Reflex oder Reflexion“ und „Schmerz hat viele Gesichter

Der Kurs besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil widmen wir uns der eigenen Haltung .Pflege- bzw. Sorgearbeit bei betagten, hochbetagten, oft multimorbiden, Menschen ist eine fachliche sowie persönliche Herausforderung. Zwischenmenschliche Beziehungen und die Gestaltung einer individuellen Pflege bedarf einer starken Haltung. Wir diskutieren und reflektieren alltägliche Situationen reflektiert und beleuchten verschiedener Blickwinkel auf diese.

Für alle professionell Pflegenden gilt der internationale Ethikkodex ICN, welcher im Oktober 2021 überarbeitet und erweitert veröffentlicht wurde. Dieser wird genauer betrachtet,  und die Relevanz für den Alltag besprochen.

Im zweiten Teil widmen wir uns dem Schmerz.Schmerz wirkt sich negativ auf das psychische Befinden aus. Schmerzen beziehen sich nicht nur auf die körperliche Empfindung, sondern vereinnahmen den ganzen Menschen und stehen in Wechselwirkung bzw. potenzieren sich bis zu einem ganzheitlichen Schmerz,  (Total Pain). Das Total Pain-Konzept wurde von C. Saunders geprägt und spielt in der Versorgung betagter und hochbetagter Menschen, insbesondere bei Menschen mit einer dementiellen Erkrankung, eine signifikante Rolle. Wir vermitteln Einblicke in das Total Pain-Konzept.

Zielgruppe: Pflegende, Betreuungskräfte und Interessierte

Können die Teile auch einzelnen absolviert werden?

 Kommunikation

Umgang mit Todeswunsch

Ziel des Kurses ist es, Sicherheit im Umgang mit Todeswünschen zu vermitteln. Sie lernen mögliche Auslöser, Hintergründe und Funktionen von Todeswünschen zu unterscheiden sowie Todeswunsch und akute Suizidalität zu differenzieren.

Ein wichtiger Bestandteil sind aktuelle Forschungsergebnisse sowie rechtliche Sorgfaltspflichten. Die TeilnehmerInnen reflektieren dabei neben der Reaktion der PatientInnen auch die eigene Haltung und hilfreiche Strategien zum Selbstschutz.

Zielgruppe: haupt- und ehrenamtlichen Fachkräfte in der Palliativ- & Hospizversorgung und Interessierte

Gewaltfreie Kommunikation (GfK) - Basiskurs

Kommunikation erfordert viel Einfühlungsvermögen und Verständnis, etwa im Umgang mit „schwierigen“ Patienten und Angehörigen oder in der Entscheidungsfindung. Und auch in der Zusammenarbeit im Team müssen Entscheidungen getroffen, Meinungen und Interessen ausgehandelt und Lösungen entwickelt werden. Gegensätzliche Interessen und Meinungsverschiedenheiten werden dabei oft als blockierend erlebt, Konflikte eher als Krise denn als Chance wahrgenommen. Die Gewaltfreie Kommunikation (GfK) vermittelt eine grundlegend andere Herangehensweise an Konflikte, die es ermöglicht

  • Kräftezehrenden Streit in friedliche Gespräche umzuwandeln
  • Unterschiedlichkeiten produktiv zu nutzen
  • Sich über Interessen und Bedürfnisse auszutauschen, ohne Abwehr und Feinseligkeiten
  • Kritik so zu äußern, dass sie nicht verletzt
  • Konstruktive Kräfte in der Gruppe freizusetzen
  • Echte Konsensentscheidungen zu treffen, in der die Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigt werden.

Sie möchten die Grundlagen der GfK kennenlernen und damit Ihre Kommunikationskompetenz stärken? Dann ist dieser Kurstag genau das Richtige für Sie. Gearbeitet wird im lebendigem Wechsel zwischen theoretischen Inputs und Übungen, Plenums- und Kleingruppenarbeit.

Zielgruppe: Interessierte

Gewaltfreie Kommunikation - Vertiefungskurs

Die Haltung bedürfnisorientierten Denkens und Verhaltens soll vertieft werden, die 4 Schritte der GfK eingeübt und der Umgang mit Schuldvorwürfen vorgestellt werden.

In diesem Kurs werden die 4 Schritte der GfK eingehend geübt. Wie kann ich im Alltag bedürfnisorientiert kommunizieren und dabei authentisch bleiben? Was heißt es eine Haltung der Bedürfnisorientierung einzunehmen? Inwiefern kann mir das 4-Schritte-Modell der GfK dabei helfen? Und wie kann es mir gelingen Empathie für mich selbst und mein Gegenüber zu entwickeln?

Zielgruppe:Personen, die bereits einen Einführungskurs Gewaltfreie Kommunikation gemacht haben

Letzte Hilfe

Kursleitendenschulung Letzte Hilfe Erwachsene

Damit die letzte Hilfe am Lebensende genauso selbstverständlich wird wie die „Erste Hilfe“ werden Kursleitungen für Letzte Hilfe Kurse ausgebildet. Im Rahmen dieses Kurses können sie sich darauf vorbereiten, andere zu befähigen, ihre Nahestehenden in der letzten Lebensphase zu begleiten und zu umsorgen.

Voraussetzung zur Teilnahme an der Kursleitendenschulung ist eine hospizliche Haltung als Fähigkeit zur Selbstreflexion, praktische Erfahrung in der Hospiz- und Palliativversorgung und Lehrerfahrung in der Erwachsenenbildung.

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.letztehilfe.info

Kursleitendenschulung Letzte Hilfe Kinder und Jugendliche

Sie möchten auch Kindern und Jugendlichen die Themen Sterben, Tod und Trauer näherbringen und dazu beitragen, dass sie lernen, was sie für ihre Mitmenschen am Ende des Lebens tun können? Im Rahmen dieses Kurses können Sie sich darauf vorbereiten, als Kursleitungfür 8 bis 16-jährige Kinder und Jugendliche, diese Themen zu vermitteln.

Voraussetzung zur Teilnahme an der Kursleitendenschulung ist eine hospizliche Haltung als Fähigkeit zur Selbstreflexion sowiepraktische Erfahrung in der Hospiz- und Palliativversorgung. PädagogInnen, Ehrenamtliche, medizinisch Tätige, ErzieherInnen, HeilerzieherInnen, SeelsorgerInnen etc. können KursleiterInnen für Kinder und Jugendlichewerden.

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.letztehilfe.info

Kursleitendenschulung Letzte Hilfe Professionell

Um die allgemeine ambulante Palliativversorgung schwerkranker, alter  oder sterbender Menschen zu verbessern, braucht es ein Basiswissen um die Möglichkeiten, Haltungen und Herangehensweisen der Hospiz- und Palliativarbeit aller der im Gesundheitswesen professionell Tätigen. Darüber hinaus ist ein gute lokale Vernetzung und Kommunikation der Versorger notwendig, um im Sinne  der Menschen, unter Beachtung der individuellen Vorstellung von Lebensqualität zu handeln.

Der Kurs Letzte Hilfe Professionell ist unsere Angebot um hospizlich- palliatives Wissen möglichst breit und niederschwellig an im Gesundheitswesen Tätige zu vermitteln.

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.letztehilfe.info

Konsistenz (keine Dauer bei den anderen LH Kursen, nur Verweis auf Website)

Autonomie Befähigen

BVP – Behandlung im Voraus planen nach div-bvp standard

Qualifizierung Gesprächsbegleitung nach dem § 132 g SGB V, Gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase des Hospiz- und Palliativgesetz

Das innovative Konzept zur Erstellung einer Patientenverfügung in Pflegeeinrichtungen soll dazu beitragen, Autonomie zu stärken und Menschen zu befähigen eine Patientenverfügung im Dialog zu erstellen. Im mehrseitigen kommunikativen Prozess ermitteln und dokumentieren Gesprächsbegleitende zukünftige Wünsche der Betroffenen für ihre medizinische Behandlung. Der Kurs folgtinhaltlich den Empfehlungen für ein nationales Mustercurriculum der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) zur Implementierung des § 132 g SGB V des Hospiz- und Palliativgesetzes .

Zielgruppe: ÄrztInnen, SozialpädagogInnen, examinierte Pflegende und pädagogische Fachkräfte in Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe mit mindestens 3-jähriger Berufserfahrung

9 Tageskurs

BVP Auffrischungskurs

Mit diesem zweitägigen Update-Kurs können Sie Ihre kommunikative Kompetenz als GesprächsbegleiterIn stärken. U.a. geht es z. B. um adressatengerechte Erläuterungen , die Einbeziehung von Angehörigen, VertreterIinnen und ÄrztInnen in den Gesprächsprozess und den Umgang mit Emotionen und kognitiv eingeschränkten Menschen.

Die bereits erworbenen BVP-Kompetenzen werden vertieft und (weiter-)entwickelt, um die Selbstbestimmung von Menschen für den Fall schwerer Erkrankung und am Lebensende zu fördern. Es werden Gesprächsprozesse auf verschiedenen Ebenen mit unterschiedlichen Gesprächspartnern geübt.

Voraussetzung für die Teilnahme ist der Nachweis einer Qualifizierung in Behandlung im Voraus planen § 132 g SGB V nach DIV-BVP Standard.

2 Tageskurs

BVP – Implentierung

Sie haben bereits die Weiterbildung als GesprächsbegleiterIn (gem. § 132 g SGB V) erfolgreich abgeschlossen oder eine Einrichtung der stationären Altenhilfe oder der Eingliederungshilfe und beabsichtigen im Rahmen eines professionellen Prozesses Patientenverfügungen im neuen Standard anzubieten. Wie eine  Implementierung gelingen kann, entwickeln wir mit Ihnen zusammen für Ihre Einrichtungin unserem interaktiven Workshop.

Die Einführung und Umsetzung von gesundheitlicher Vorausplanung als ein neues Angebot ist herausfordernd für alle Beteiligten in den Einrichtungen und bei KooperationspartnerInnen wie Rettungsdiensten, gesetzlichen BetreuerInnen, HausärztInnen usw.

Wir steigern Ihre Handlungssicherheit durch die Ermittlung der einrichtugsspezifischen Bedarfe und einer maßgeschneiderten Strategieplanung. Auf den Grundlagen von Organisationsentwicklung (OE) werden Handlungsoptionen entwickelt, ausgewählt und umgesetzt.Zielgruppe: Leitende und MitarbeiterInnen von Einrichtungen der stationären Alten- oder der Eingliederungshilfe, Botschafter , Interessierte

BVP - Visualisierung in der Gesprächsbegleitung nach BvP Standard

Visuelle Methoden helfen , Dinge klarer zu vermitteln und zu sehen und damit auchleichter zu Entscheidungen zu kommen. Für das Erlernen von visuellen Notizen (Sketchnotes) braucht es keinerlei künstlerisches Talent. Wer schreiben kann, kann auch Sketchnotes erlernen. Sketchnotes sind einfache Symbole und Strichzeichnungen, die durch von Text, Sprache soder grafische Elementen Ergänzt werden. Sie beeichern Gespräche und können bei der Verständigung helfen, wenn Menschen sprachlich, akustisch oder kognitiv eingeschränkt sind.

In dem 2-teiligen Workshop erlernen Sie die Grundlagen von Sketchnote-Visualisierungen (Teil 1) und erarbeiten gemeinsam mit der Gruppe konkrete Möglichkeiten, wie Sie dieses Werkzeug in Ihren Gesprächsbegleitungen einsetzen können (Teil 2).

Für die Zeit zwischen den Workshops erhalten Sie zahlreiche Übungsanregungen und Hilfestellungen für erste Versuche mit dem Visualisieren sowie die Möglichkeit, sich mit den anderen KursteilnehmerInnen online auszutauschen.

Zielgruppe: Pflegefachkräfte, SozialpädagogInnen, SeelsorgerInnen, ÄrztInnen sowie GesprächsbegleiterInnen oder nach dem Konzept „beizeiten begleiten“ Qulifizierte, Interessierte